Blogbuch Tag 1 – es geht los


Wenn ich ehrlich bin, von Tag 1 kann hier nicht mehr die Rede sein, wenn wir über die Entstehung dieses Blogs sprechen wollen – wohl eher Wochen. Die Idee mir die eigene Domain für meinen Blog zu sichern, kam ziemlich spontan zustande. Es war eine Nacht in der ich schlecht geschlafen habe. Nach zahlreichen Umwälzmanövern im Bett wurde ich irgendwann wach. Und was machen Menschen dann heutzutage? Die Antwort liegt nicht so fern. Sie greifen neben sich. Dort liegt ja schließlich das Smartphone, dass die Uhrzeit kennt. Hat man dieses Ding erst mal in der Hand, dann surft man eben noch ein paar Minuten durch die Apps und checkt seine Nachrichten. Plötzlich war sie da. Die Idee war geboren. Domain, Domain, Domain. Erster Check im Browser, läuft. Dann weiter recherchiert… Denic auch nichts, läuft. Na gut dann nichts wie los, bevor mir einer das Ding jetzt noch vor der Nase wegschnappt. Als ob jemand anders in diesem Land um die gleiche Zeit dieselbe Domain registrieren würde – sprechen wir es aus – 3 Uhr morgens! Google kennt jede Antwort. So auch die Antwort auf die Frage, wo man eine Domain registriert. Schnell die Kreditkarte zur Hand und los. Das ging ja schnell. Sowas von einfach. mycha.de war jetzt meins. Zufriedenheit stellte sich ein und ich wurde wieder müde. Ja tatsächlich. Endlich wieder einschlafen.

Normalerweise wäre ich in so einer Situation irgendwann aus dem Bett gekullert und dem leisen Summen des Kühlschranks folgend, in der Küche gelandet. Doch irgendwas war halt anders – Geistesblitz eben.

Die folgenden Abende verbrachte ich damit nach Lösungen zu suchen. Lösungen für alle möglichen Fragestellungen, die mich vorher nicht im Ansatz interessiert haben. Das Projekt war ganz vage in meinem Kopf skizziert. Die vielen wirren Gedanken mussten jetzt nur noch irgendwie strukturiert werden. Irgendwann fing ich an eine Mindmap zu bauen.

Doch warum überhaupt musste es denn ein Shop sein? Schließlich konnte ich von meinem Job gut leben. Ich hatte ein Dach über dem Kopf und mein Kühlschrank war voller Schokolade. Was will man mehr.

Irgendwie fand ich die Idee ganz reizvoll, auf eigenen Beinen zu stehen. Nicht mehr davon abzuhängen, was andere von einem erwarten. Doch die Realität sah ganz anders aus. Schwarz auf weiß nachzulesen in meinem Arbeitsvertrag. Sämtliche Nebenbeschäftigungen sind vom Arbeitgeber zu genehmigen. Mir wurde schlecht. Ich wollte das doch gar nicht so an die große Glocke hängen. Erst mal ein bisschen ausprobieren und langsam wachsen. Vielleicht würde irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo die beiden Aufgaben nicht mehr miteinander vereinbar wären. Dann müsste man sich so oder so entscheiden. Aber doch nicht jetzt schon! Meine Firma schon wieder mit einer neuen Sache zu konfrontieren, die mich betrifft, war für mich keine valide Option. Ich habe erst im Dezember publik gemacht, dass ich offiziell als Frau leben möchte. Jetzt mit der Idee aufzuwarten, ich würde gerne nebenbei einen Online Shop betreiben? So schnell sterben gute Gedanken also.

Warum es doch noch ein Happy End gibt, erfahrt ihr in meinem nächsten Beitrag.

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Bis zum nächsten Mal, eure Mycha.

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